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Dieselskandal: Verjährung beachten und abwenden

Wichtig: Ansprüche nicht verjähren lassen!

Der BGH hat entschieden, wann Schadenersatzansprüche im Diesel-Skandal verjähren. In vielen Fällen sind Ansprüche aus dem Abgasskandal für Käufer von VW, Mercedes, Porsche oder Audi mit Dieselmotor noch nicht verjährt! Damit Ihre Ansprüche nicht verjähren, müssen Sie jedoch rechtzeitig handeln. 

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Diesel-Skandal: Wovon hängt die Verjährungsfrist ab?

Ein Diesel mit Abschalt-Einrichtung zur Manipulation der Abgaswerte weist einen Mangel auf. In diesem Punkt ist die Rechtsprechung der Gerichte eindeutig. Autokäufer haben deshalb Schadenersatzansprüche. Doch die verjähren nach einer bestimmten Zeit – nach Ablauf der Verjährungsfrist. 

Die Dauer der Verjährungsfrist im Diesel-Skandal hängt davon ab, ob Sie einen Neuwagen oder ein Gebrauchtfahrzeug gekauft haben, ob es um Ansprüche gegen den Autohändler oder den Auto-Hersteller geht, und wann bzw. ob Sie erfahren haben, dass Ihr Dieselfahrzeug betroffen ist. 

Verjährungsfrist im Dieselskandal: Ab dem Folgejahr der Kenntnis

Die Verjährungsfrist läuft bei zivilrechtlichen Ansprüchen wie Diesel-Schadenersatzforderungen wegen unzulässiger Abschalteinrichtung nicht direkt ab dem Tag, an dem der Käufer erfährt, dass sein Auto betroffen ist. 

Sie beginnt auch nicht am Tag der Übergabe vom Händler, obwohl diese Daten für die Festlegung der Verjährung entscheidend sind. Die Frist beginnt vielmehr stets mit dem ersten Januar des folgenden Jahres

Verjährung im Dieselskandal: eine Frage für Fachleute

Die gesetzlichen Verjährungsfristen sind zwar für alle Verbraucher gleich. Aber ob ein bestimmtes Diesel–Modell mit unzulässiger Abschalteinrichtung noch zurückgegeben werden kann, hängt vom Einzelfall ab. Das Gleiche gilt für Schadenersatzforderungen aus dem Dieselskandal, denn viele andere Faktoren spielen eine Rolle.

Verjährung im Abgasskandal vermeiden: Faktoren für Fristeinhaltung

Ausschlaggebende Faktoren für den Beginn der Frist reichen von der Entdeckung der „defeat device“-Technik beim jeweiligen Hersteller über die Frage, ob es einen Rückruf, ein Software-Update oder eine Musterfeststellungsklage gab, bis zur Klärung des Zeitpunkts, an dem der jeweilige Käufer erfahren hat, dass sein Dieselmodell die Abgaswerte überschreitet. 

Mein Fall schien hoffnungslos, da der Anwalt aus meiner Stadt nicht weiterhelfen konnte. So recherchierte ich im Internet und fand heraus, dass es spezialisierte Anwälte in Bereich Dieselskandal gibt. Ich beauftragte die Kanzlei "Decker & Böse" und bin über den Ausgang sehr zufrieden.

­– Frank M.

Verjährung von Ansprüchen gegen den Händler

Wenn es um Ansprüche aus der Gewährleistung gegen einen Händler geht, hängt der Beginn der Verjährungsfrist von der Übergabe des Autos ab.

Bei Neuwagen sind die Gewährleistungsansprüche gegen den Händler in der Regel nach zwei Jahren verjährt. Bei Gebrauchtwagen tritt die Verjährung schon nach einem Jahr ein. Bei Schadenersatzforderungen gegen den Autohersteller ist die Lage anders.

Verjährung von Ansprüchen gegen den Automobilhersteller

Wenn es um Ansprüche gegen den Autohersteller geht, dauert die Frist länger. Hier ist die Verjährungsfrist im Dieselskandal im Normalfall erst nach drei Jahren abgelaufen. Das hat der BGH in Bezug auf VW entschieden. Die Schummel-Software ist sittenwidrig.

Das hängt mit der Sittenwidrigkeit der Abschaltvorrichtung zusammen, für die der Hersteller verantwortlich ist. Die Verjährungsfrist beginnt dann nicht schon ab Übergabe des Fahrzeugs. Sie läuft vielmehr, sobald der Käufer von diesem Mangel Kenntnis erhält oder davon hätte erfahren müssen.

Porsche als Beispiel für Verjährung im Dieselskandal

Angenommen, ein Autokäufer hat im Juli 2018 erfahren, dass sein Porsche Macan Diesel V6 vom Dieselskandal betroffen ist. Damals erzwang das Kraftfahrtbundesamt (KBA) eine Rückrufaktion. Die Manipulation der Schadstoffwerte begründet Schadenersatzansprüche gegen den Autohersteller Porsche AG. 

Die kenntnisabhängigen Verjährungsansprüche verjähren nach drei Jahren, ab dem ersten Januar des Folgejahres. In unserem Beispiel wäre das der Januar 2019. Bis Januar 2022 kann der Diesel-Käufer in unserem Beispiel seine Ansprüche geltend machen, den Kaufvertrag anfechten und den Autokauf rückabwickeln. Aber es gibt auch kenntnisunbhängige Verjährungsansprüche, die erst nach zehn Jahren verjähren.

Das sagen unsere Mandanten

E

Ertan A.

Ich bin begeistert. Ich habe in erster Instanz gewonnen und rund 32.000 Euro für meinen alten Diesel bekommen.

S

Sebastian S.

Ich hätte nicht gedacht, dass es doch noch Geld von VW gibt. Aber die Hartnäckigkeit dieser Kanzlei hat sich ausgezahlt.

J

Jan F.

Ich habe über 27.000 EUR zurückerhalten. Für mich war der Prozess gegen den Autohersteller ein voller Erfolg. 

J

Jessica H.

Gemeinsam mit den spezialisierten Anwälten von Decker & Böse habe ich mich erfolgreich gegen den Betrug des Autoherstellers gewehrt und über 13.400 EUR erhalten.

J

Jasmin G.

Beim Thema Abgasskandal ist die Kanzlei ein absoluter Experte. Ich bin mit dem Ausgang mehr als zufrieden.

A

Alessandra S.

Ich habe mit der Gegenseite einen Vergleich schließen können und bin dadurch mein manipuliertes Fahrzeug ohne Verlust losgeworden.

Kenntnisunabhängige Verjährung von Restschadensansprüchen erst nach 10 Jahren

Selbst wenn für einige getäuschte Käufer die dreijährige Verjährungsfrist der kenntnisabhängigen Verjährung bereits abgelaufen ist, kann in vielen Fällen innerhalb der 10-jährigen kenntnisunabhängigen Verjährungsfrist Restschadensanspruch gefordert werden. Viele Betroffene wissen jedoch gar nicht, dass Ihnen immer noch Schadensersatz zusteht. Die juristische Grundlage hierfür ist Paragraf § 852 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), in dem der „Restschadensersatzanspruch“ beschrieben wird.

Restschadensanspruch steht Ihnen im Abgasskandal dann zu, wenn sie durch eine unerlaubte Handlung geschädigt wurden und die kenntnisabhängigen Ansprüche verjährt sind. Hat ein Automobilhersteller Käufer durch eine illegale Abschalteinrichtung vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt, dann muss er die daraus entstandene "ungerechtfertigte Bereicherung" zurückgeben. Ob ein Restschadensanspruch in Ihrem Fall durchgesetzt werden kann, klären unsere Experten für Sie. 

Abgasskandal: Die Verjährung kann gehemmt werden

In welcher Form können Käufer abgasmanipulierter Diesel die Verjährung am besten hemmen? Das hängt vom Einzelfall ab. Die Uhr der Verjährungsfrist tickt nicht in jedem Fall einfach weiter, bis die Ansprüche nicht mehr durchsetzbar sind. Das gilt auch im Abgasskandal. Diesel-Besitzer können die Verjährung hemmen – ab dann läuft die Frist zunächst einmal nicht mehr weiter. 

Dazu machen unsere spezialisierten Anwälte Ihre Ansprüche als Käufer im Abgasskandal gegenüber dem Autohersteller geltend: Schadenersatz, Anfechtung des Kaufvertrags oder Rückgabe des Fahrzeugs. Sobald Klage erhoben wurde oder Sie ins Klageregister einer Musterfeststellungsklage eingetragen sind, läuft die Verjährung nicht mehr weiter. 

 

Erfolge unserer Mandanten

Audi: LG Kassel

A8 4.2 TDI

Der VW Konzern wird im Fall eines A8 4.2 TDI in der 1. Instanz zur Zahlung eines Schadenersatzes verurteilt.

Entschädigung:

Mercedes-Benz: LG Köln

GLK 220 CDI

Der Daimler Konzern wird im Fall eines GLK 220 CDI in der 1. Instanz zur Zahlung eines Schadenersatzes verurteilt.

Entschädigung:

Seat: LG Darmstadt

Alhambra 2.0 TDI

Der VW Konzern wird im Fall eines Alhambra 2.0 TDI in der 1. Instanz zur Zahlung eines Schadenersatzes verurteilt.

Entschädigung:

Audi: LG Koblenz

Q7 3.0 TDI

Der VW Konzern wird im Fall eines Q7 3.0 TDI in der 1. Instanz zur Zahlung eines Schadenersatzes verurteilt.

Entschädigung:

VW: LG Stade

Touran 2.0

Der VW Konzern wird im Fall eines Touran 2.0 in der 1. Instanz zur Zahlung eines Schadenersatzes verurteilt.

Entschädigung:

Mercedes-Benz: LG München

C 220 CDI 2.0

Der Daimler Konzern wird im Fall eines C 220 CDI 2.0 in der 1. Instanz zur Zahlung eines Schadenersatzes verurteilt.

Entschädigung:

Hannoversche: LG Köln

Das Landgericht Köln spricht dem Versicherungsnehmer eine Rückzahlung der eingezahlten Beiträge plus Verzinsung zu.

Rückzahlung:

Generali: LG Lüneburg

Das Landgericht Lüneburg spricht dem Versicherungsnehmer eine Rückzahlung der eingezahlten Beiträge plus Verzinsung zu.

Rückzahlung:

Allianz: LG Hagen

Das Landgericht Hagen spricht dem Versicherungsnehmer eine Rückzahlung der eingezahlten Beiträge plus Verzinsung zu.

Rückzahlung:

Continentale: LG Offenburg

Das Landgericht Offenburg spricht dem Versicherungsnehmer eine Rückzahlung der eingezahlten Beiträge plus Verzinsung zu.

Rückzahlung:

Alte Leipziger: LG Heidelberg

Das Landgericht Heidelberg spricht dem Versicherungsnehmer eine Rückzahlung der eingezahlten Beiträge plus Verzinsung zu.

Rückzahlung:

Debeka: LG Frankenthal

Das Landgericht Frankenthal spricht dem Versicherungsnehmer eine Rückzahlung der eingezahlten Beiträge plus Verzinsung zu.

Rückzahlung:

Deutsche Bank: LG Essen

Das Landgericht Essen spricht dem Darlehensnehmer aufgrund fehlender Widerrufsbelehrung die Rückabwicklung des Vertrags zu.

Sparkasse: LG Stuttgart

Das Landgericht Rostock spricht dem Darlehensnehmer aufgrund unzureichender Widerrufsbelehrung die Rückabwicklung des Vertrags zu.

ING DiBa: LG Mainz

Das Landgericht Mainz spricht dem Darlehensnehmer aufgrund unwirksamer Widerrufsbelehrung die Rückabwicklung des Vertrags zu.

Sparkasse: LG Berlin

Das Landgericht Berlin spricht dem Darlehensnehmer aufgrund fehlender Widerrufsbelehrung die Rückabwicklung des Vertrags zu.

Commerzbank: LG Bonn

Das Landgericht Bonn spricht dem Darlehensnehmer aufgrund fehlender Widerrufsbelehrung die Rückabwicklung des Vertrags zu.

Postbank: LG Wuppertal

Das Landgericht Wuppertal spricht dem Darlehensnehmer unzureichender Widerrufsbelehrung die Rückabwicklung des Vertrags zu.

Außergerichtlicher Vergleich

Santander

Der Darlehensnehmer stimmt einem außergerichtlichen Vergleich zu.

Vergleich in Höhe

Außergerichtlicher Vergleich

norisbank

Der Darlehensnehmer stimmt einem außergerichtlichen Vergleich zu.

Vergleich in Höhe

Außergerichtlicher Vergleich

Targobank

Der Darlehensnehmer stimmt einem außergerichtlichen Vergleich zu.

Vergleich in Höhe

Außergerichtlicher Vergleich

Deutsche Bank

Der Darlehensnehmer stimmt einem außergerichtlichen Vergleich zu.

Vergleich in Höhe

Außergerichtlicher Vergleich

Santander

Der Darlehensnehmer stimmt einem außergerichtlichen Vergleich zu.

Vergleich in Höhe

Außergerichtlicher Vergleich

PSD Bank

Der Darlehensnehmer stimmt einem außergerichtlichen Vergleich zu.

Vergleich in Höhe

Sparkasse: LG Rostock

Das Landgericht Rostock spricht dem Darlehensnehmer aufgrund falscher Berechnungsgrundlage eine Rückzahlung der Vorfälligkeitsentschädigung zu.

Rückzahlung:

ING DiBa: LG Mainz

Das Landgericht Mainz spricht dem Darlehensnehmer aufgrund fehlender Berechnungsgrundlage einen Erlass der Vorfälligkeitsentschädigung zu.

BBBank: LG Karlsruhe

Das Landgericht Karlsruhe spricht dem Darlehensnehmer aufgrund falscher Berechnungsgrundlage eine Rückzahlung der Vorfälligkeitsentschädigung zu.

Rückzahlung:

Sparkasse: LG Magdeburg

Das Landgericht Magdeburg spricht dem Darlehensnehmer aufgrund falscher Berechnungsgrundlage eine Rückzahlung der Vorfälligkeitsentschädigung zu.

Rückzahlung:

Commerzbank: LG Bonn

Das Landgericht Bonn spricht dem Darlehensnehmer aufgrund fehlender Berechnungsgrundlage einen Erlass der Vorfälligkeitsentschädigung zu.

Deutsche Bank: LG Konstanz

Das Landgericht Konstanz spricht dem Darlehensnehmer aufgrund fehlender Berechnungsgrundlage einen Erlass der Vorfälligkeitsentschädigung zu.

ARAG: LG Frankfurt

Das Landgericht Frankfurt spricht dem Versicherungsnehmer aufgrund unbegründeter Beitragserhöhungen eine Rückzahlung der zu viel gezahlten Beitrage zu.

Rückzahlung:

AXA: LG Dresden

Das Landgericht Dresden erklärt die Beitragserhöhung für unwirksam und spricht dem Versicherungsnehmer eine Rückzahlung zu.

Rückzahlung:

Signal Iduna: LG Düsseldorf

Das Landgericht Düsseldorf erklärt die Tarifanpassung für unberechtigt. Der Versicherte erhält eine Rückerstattung.

Rückzahlung:

Ergo: LG Dortmund

Das Landgericht Dortmund erklärt die Beitragserhöhung für unwirksam und spricht dem Versicherungsnehmer eine Rückzahlung zu.

Rückzahlung:

HanseMerkur: LG Koblenz

Das Landgericht Koblenz spricht dem Versicherungsnehmer aufgrund unbegründeter Beitragserhöhungen eine Rückzahlung der zu viel gezahlten Beitrage zu.

Rückzahlung:

Barmenia: LG Göttingen

Das Landgericht Göttingen erklärt die Tarifanpassung für unberechtigt. Der Versicherte erhält eine Rückerstattung.

Rückzahlung:

Verjährung durch Eintrag in Musterfeststellungsklage im VW-Dieselskandal

Gegen VW lief im Diesel-Skandal seit 2019 eine Musterfeststellungsklage. Auch wenn sie mit Vergleich beendet wurde, hat der BGH entschieden: Ein VW-Käufer, der sich erst 2019 ins Klageregister dieser Musterfeststellungsklage eingetragen hatte, konnte seine Ansprüche weiterhin geltend machen. 

Für die Verjährung im Abgasskandal ist es damit auch wichtig, ob es aktuell eine Sammelklage gegen den jeweiligen Hersteller gibt. Ein solches Verfahren läuft zum Beispiel gegen Daimler-Benz. 

 

Kenntnisabhängige Verjährung im Diesel-Skandal bei VW

Selbst bei VW-Käufern sind viele Verjährungsfristen noch nicht abgelaufen, auch wenn der Dieselskandal schon 2015 bei VW begonnen hat. Bei Volkswagen wurde der Einbau von Schummel-Software bekannt. Entscheidend ist aber, wann der Auto-Käufer davon erfahren hat. 

Für Volkswagen-Käufer, die die VW-Pressemitteilung 2015 zum Dieselskandal nicht mitbekommen haben, begann damit auch nicht die Verjährungsfrist. Das hat der BGH zur Verjährung im Abgasskandal klargestellt.

BGH zu VW-Dieselskandal: keine Verjährung durch Medienberichterstattung

Der Bundesgerichtshof (BGH) ist das höchste deutsche Gericht für Zivilklagen. Er hat 2021 im Fall eines VW mit Dieselmotor EA189 bestätigt, dass die Ansprüche des Käufers noch nicht verjährt sind.

Über Abgasmanipulation bei diesem Dieselmotor berichten die Medien seit 2015. Der Diesel-Käufer und seine Anwälte beriefen sich erfolgreich darauf, dass aus der Medienberichterstattung nicht einfach gefolgert werden kann, dass jeder Käufer seit damals weiß, dass er betroffen ist. Dem BGH zufolge muss im Diesel-Skandal die Kenntnis der Käufer in jedem Einzelfall geklärt werden.

Das bedeutet: Jeder, der ein Diesel-Modell mit Abschalteinrichtung besitzt, sollte prüfen lassen, ob eine Schadenersatzklage möglich ist. Wenn die Sache nicht verjährt ist, kann das Auto zurückgegeben oder Schadenersatz gefordert werden.

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Dieselskandal: Verhindern Sie die Verjährung!

Verschiedene Verjährungsfristen im Dieselskandal bei Mercedes, VW, Porsche?

Um welchen Hersteller geht es? Zu welcher Baureihe gehört das Fahrzeug, mit welchem Typ Diesel-Motor? Sollen Forderungen gegen den Händler oder gegen den Hersteller durchgesetzt werden? Gab es einen Rückruf des Herstellers? Wann hat der Käufer von der Abgas-Schummelei erfahren?

Alle diese Fragen spielen eine Rolle. Die Durchsetzung von Schadenersatz-Ansprüchen und die Verhinderung der Verjährung gehören in die Hände eines qualifizierten Anwalts.

Dieselskandal bei Mercedes: Droht die Verjährung?

Eine Musterfeststellungsklage gegen die Daimler AG (Mercedes-Benz) wird derzeit vorbereitet. Der Vorwurf: Viele Diesel-Modelle von Mercedes-Benz sollen mit unzulässigen Abschalteinrichtungen ausgestattet worden sein. Deshalb fordern die Kläger Schadenersatz bzw. das Recht, ihr Fahrzeug zurückzugeben. 

Ob es Sinn ergibt, sich dieser Klage anzuschließen, sollten Mercedes-Käufer mit Dieselmodell zusammen mit dem Rechtsanwalt klären. Er kennt die Vor- und Nachteile einer individuellen Klage und der Musterfeststellungsklage.

Diesel: Verjährung kippt, beginnt die Frist von vorn?

VW wollte im Dieselskandal den Mangel der manipulierten Abgasreinigung durch Software-Updates bei den betroffenen Fahrzeugen beseitigen. Damit sollte die Schadenersatzpflicht entfallen. Doch der Bundesgerichtshof hat klar festgestellt: VW haftet trotzdem für den Mangel (BGH, 27. Juli 2021 – VI ZR 365/20). 

Wenn Software-Updates mit Thermofenster die Abgaswerte manipulieren, haben VW-Kunden auch deshalb Anspruch auf Schadenersatz – und die Verjährung beginnt für sie ganz neu zu laufen. Sie beginnt dann mit dem Datum der Kenntnis, dass auch das Software-Update die Stickoxid-Werte manipulierte.

Weiteres Problem für VW im Dieselskandal mit Blick auf die Verjährung: Das Software-Update installierte ein Thermofenster - je nach Sichtweise eine neue Abschaltvorrichtung. Der BGH hat das zwar für VW- und Mercedes-Modelle verneint. Doch der Generalanwalt am EuGH stimmt zu.

Fazit: Der Dieselskandal ist nicht vorbei. Verjährung klären!

Der Dieselskandal dauert an. Sicher, manche Fälle sind verjährt. Doch für viele andere Ansprüche ist die Verjährung noch lange nicht eingetreten. Allerdings droht in vielen Fällen der Ablauf der Verjährungsfrist zum kommenden Jahreswechsel. 

Autokäufer, die ein Diesel-Modell mit unzulässiger Abschalteinrichtung gekauft haben, sollten sich beraten lassen. Ein Rechtsanwalt für Verbraucherrecht weiß genau, welche Dieselmodelle Schadenersatzansprüche begründen, wann diese zu verjähren drohen und wie man die Verjährung im Diesel-Skandal verhindert. 

Verjährung im Diesel-Skandal: Antworten im Überblick

Die Verjährungsfrist von Ansprüchen gegen die Autohersteller dauert im Regelfall drei Jahre.

Entscheidend ist, wann der Auto-Käufer erfahren hat (oder hätte mitbekommen müssen), dass sein Diesel-Modell von manipulierten Abgaswerten betroffen ist. Grundsätzlich läuft beim Diesel die Verjährung ab Beginn des Jahres, das auf das entsprechende Jahr folgt. 

Beispiel: Wer als Volkswagen-Kunde durch die VW-Pressemitteilung 2015 vom Dieselskandal erfahren hat, hatte damit bis Ende 2018 Zeit, seine Ansprüche geltend zu machen.  

Wer jedoch erst 2018 von den überhöhten Stickoxid-Werten des eigenen Fahrzeugs Kenntnis erhalten hat, oder wer 2018 ein mangelhaftes Update mit neuer Abschalteinrichtung bekommt hat, der kann noch bis Ende 2021 Schadenersatzforderungen anmelden. 

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Dazu muss man vereinfacht gesagt seine Ansprüche geltend machen, d. h. geeignete rechtliche Schritte unternehmen. Man kann individuell seine Forderungen gegen den Autohersteller richten, oder sich zum Klageregister einer Musterfeststellungsklage anmelden. 

Sinnvoller erster Schritt ist immer die Beratung durch einen Rechtsanwalt, der sich mit Verbraucherrecht generell und dem Diesel-Skandal im Speziellen genau auskennt. 

Ein Rechtsanwalt mit Tätigkeitsschwerpunkt im Diesel-Skandal kann Ihnen rasch sagen, ob Ihr Fahrzeug von manipulierten Abgaswerten betroffen ist, ob Ihre Ansprüche weiterhin bestehen, wie sich die Verjährung hemmen lässt und wie Sie zu dem Schadenersatz kommen, der Ihnen zusteht. 

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