Definition und weitere Informationen zu Lärm


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Lärm

Lärm ist die schädigende Einwirkung von Schall. Diese kann ein gesundheitlicher Schaden oder eine Wirkung sein und Gefahren für die Gesundheit und Sicherheit hervorrufen.

Was ist Lärm?

Lärm meint die schädigende Einwirkung von Schall. Diese Einwirkung kann sowohl einen gesundheitlichen Schaden als auch eine Wirkung darstellen, was zu Gefahren für die Gesundheit und Sicherheit führen kann.

Die Einwirkung von Lärm auf den Menschen weist zwei Aspekte auf.
Es kann ein physischer gesundheitlicher Schaden entstehen, wenn ein zu hoher Schall auf die Schallempfangs- und Weiterleitungseinrichtungen im menschlichen Kopf trifft. Dies beschreibt die physische Wirkung, die Lärm verursachen kann.
Wenn eine Person unter einem zu großen Lärmeinfluss steht, kann sie sich auch nicht mehr richtig konzentrieren. Zudem steigt ihr Herzschlag, ihre Arbeitsleistung nimmt ab und auch die Fehlerquote erhöht sich. Dies kommt vor allem am Arbeitsplatz vor.

Wie wirkt Lärm auf Menschen?

Die Wirkung von Lärm wird allerdings nicht nur durch den physikalisch messbaren Schalldruckpegel erfasst, sondern hängt auch von der Bewertung jedes einzelnen sogenannten „Perzipienten“ (Hörers) ab. Da die Bewertung von Lärm bei jedem Menschen unterschiedlich ausfällt und sich auch je nach Situation anders wahrgenommen wird, kommt es oft zu einer Lärmbelästigung. Diese ist also immer subjektiv. Im Rahmen des Zivilrechts kann sie einen Unterlassungsanspruch hervorrufen.

Wie ist Lärm zu vermeiden?

Wenn ein Lärm über eine Gebühr erzeugt wird, kann er gesetzlich mit einem Bußgeld bestraft werden. Dies passiert vor allem dann, wenn er in einem unzulässigen Maß verursacht wird oder aber ein vermeidbares Ausmaß angenommen hat. Zudem muss eine Lärmerzeugung die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft extrem belästigen. Ein solcher vermeidbarer Lärm wird stets durch Geschrei, Fahrzeuglärm oder Musik sämtlicher Art verursacht.

Welche Folgen können gröbere Verstöße gegen den Lärmschutz haben?

Bei gröberen Verstößen bezüglich des Lärmschutzes kann es zu strafrechtlichen Auswirkungen kommen. Gemäß dem Gesetz wird das Verursachen von Lärm und Erschütterungen unter gewissen Voraussetzungen bestraft.

Welche Gesetze regeln Lärmeinwirkungen und -belästigungen?

Um schädigende Lärmeinwirkungen und -belästigungen zu verhindern, haben Bund und Länder in Deutschland verschiedene Gesetze entwickelt. Primär sind hier die Immissionsschutzgesetze der Länder, die Maschinenlärmverordnung sowie die Verkehrslärmverordnung relevant. Die Straßenverkehrsordnung beinhaltet diesbezügliche Regelungen. Lärm entsteht nicht nur im Rahmen des Straßen- oder Flugverkehrs, bei Produktionsprozessen und Bauarbeiten, sondern auch vor allem im Wohnbereich durch Einwohner und deren Tätigkeiten.

Welche Regelungen enthalten die Ortssatzungen von Städten und Gemeinden?

Um ein rechtliches Gefüge zu schaffen und die Lärmeinwirkung auf die Einwohner zu minimieren, haben viele Städte und Gemeinden Ortssatzungen ins Leben gerufen. In diesen werden spezielle Bestimmungen zur Mittags- oder Nachtruhe festgelegt. Da diese häufig unterschiedlichen Regelungen, primär zu den Zeiten der Mittagsruhe beinhalten, können diese von Gemeinde zu Gemeinde variieren. Jeder Einwohner muss dementsprechend der eigenen Ortssatzung Folge leisten.

Wie ist die Erzeugung von Lärm durch Kinder gesetzlich geregelt?

Vor allem im Mietrecht kommen immer wieder Klagen bezüglich der Lärmbelästigung vor. Viele Gerichte haben sich seit langem mit diesem Thema beschäftigt. Ein häufiger Grund ist besonders die Erzeugung von Lärm durch Kinder.

Viele Gerichte, wie beispielsweise das Landgericht Wuppertal 2008, haben entschieden, dass der von Kindern beim Spielen produzierte Schall keinen Lärm nach dem Gesetz darstellt und deswegen nicht stören kann. Kinderlärm ist vielmehr als eine notwendige Lebensäußerung des Nachwuchses zu verstehen und auch als ein solcher hinzunehmen.

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