Definition und weitere Informationen zu Zahnheilkunde


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Zahnheilkunde

Sammelbegriff für die Gebiete der Zahn-, Kiefer- und Mundheilkunde.

Der Begriff Zahnheilkunde kann mit dem der Zahnmedizin gleichgesetzt werden. In dieser medizinischen Disziplin werden Erkrankungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich vorgebeugt, erkannt und behandelt. Der Fachbegriff für die Zahnheilkunde ist Stomatologie.

Das Gebiet der Zahnheilkunde kann heutzutage noch in viele weitere Fachbereiche unterschieden werden, beispielsweise die Kieferorthopädie. Oftmals werden auch andere medizinische Bereiche von der Zahnmedizin berührt, da sich Schäden im Mundraum auch auf andere Bereiche des Körpers auswirken können. Viele ernsthafte Krankheiten zeigen so ihre ersten Symptome im Mundbereich.

Die Geschichte der Zahnheilkunde

Die Zahnmedizin existiert schon seit Jahrtausenden. Bereits im Jahr 3.000 vor Christus wurden erste zahnmedizinische Eingriffe durchgeführt, beispielsweise das Ziehen schmerzender Zähne. Früher wurden Zahnmediziner als Bader oder Zahnbrecher bezeichnet, mit eher zweifelhaftem Ruf.

Lange Zeit war die Zahnheilkunde eine sehr brutale Disziplin, die meist ohne Betäubung durchgeführt wurde. Später folgten erste Möglichkeiten zur Betäubung wie Arsenpaste, Chloroform, Lachgas und Kokain. Heutzutage werden meistens örtliche Betäubungen eingesetzt.

Was genau machen Zahnmediziner?

Zahnarzt wird man durch ein entsprechendes Studium an einer Universität. Dabei ist der Zahnmediziner auf das Fachgebiet beschränkt, kann also beispielsweise nicht als Allgemeinmediziner arbeiten.

Zahnmediziner beschäftigen sich dabei mit mehr als nur den Zähnen. Sie untersuchen ebenso das Zahnfleisch und die Mundschleimhaut, die Kaumuskulatur und den Kiefer. Sie begutachten die Zähne, stellen Befunde fest und führen zahnmedizinische Eingriffe durch. Um die Zähne in einen besseren Zustand zu versetzen, sind sie auch für einen ordnungsgemäßen Zahnersatz zuständig. So entstehen Kronen für Zähne, es werden Brücken im Gebiss gesetzt und Prothesen für fehlende Zähne erstellt. Ebenfalls füllen sie Zähne und beseitigen Karies und Zahnfleischerkrankungen.

Auch die Prophylaxe, also die Vorbeugung von Zahnkrankheiten, zählt zu ihren Aufgaben. Die Zähne werden dabei gereinigt und der Patient über Methoden zur Zahnreinigung und zur Prävention von Schäden im Mundbereich informiert. Für die Untersuchung und die Eingriffe stehen den Medizinern eine Vielzahl von unterschiedlichen Instrumenten zu Verfügung, beispielsweise Röntgengeräte.

Auch Kiefergelenkserkrankungen können die Zahnmediziner damit feststellen. Nur so können die richtige Stellung der Zähne und eine uneingeschränkte Funktion des Mundbereiches gesichert werden. Die Befunde werden aufgenommen und in einer individuellen Patientenakte festgehalten. Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist ebenfalls ein Teil der Zahnmedizin. In diesem Bereich werden beispielsweise durch Unfälle entstellte Gesichtsbereiche wieder hergestellt.

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