Definition und weitere Informationen zu Inventar


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Inventar

Ein Inventar ist ein Bestandsverzeichnis, das sämtliche Vermögensgegenstände eines Unternehmens sowie dessen Schulden untereinander auflistet.

Was ist ein Inventar?

Ein Inventar ist ein Bestandsverzeichnis, in dem sowohl sämtliche Vermögensgegenstände eines Unternehmens als auch unternehmerische Schulden gelistet werden. Laut Handelsgesetzbuch muss jeder Kaufmann zur Eröffnung eines Gewerbes, bei der Übernahme eines Unternehmens und zum Ende eines Geschäftsjahres ein solches Verzeichnis anlegen. Es dient dem Jahresabschluss und ist als Ergebnis einer Inventur zu einem konkreten Zeitpunkt zu verstehen. Folgende Vermögensgegenstände müssen aufgelistet werden:

  • Grundstücke
  • Forderungen und Schulden
  • Betrag des Bargeldes
  • Sonstige Vermögensgegenstände

Festgehalten werden müssen der Wert, die Art und die Menge der einzelnen Gegenstände und Schulden.

Welche Unterschiede gibt es bei dem Inventar und der Bilanz?

Die Bilanz ist eine Auflistung der unternehmerischen Vermögenswerte. Sie werden meist in Kontenform notiert. Auf der Aktiv-Seite stehen die Vermögenswerte des Unternehmens, auf der Passiv-Seite die Schuldwerte. Dabei orientiert man sich, im Gegensatz zum Inventar, an gesammelten Positionen wie beispielsweise Maschinen und technischen Anlagen. Beim Inventar hingegen werden die unternehmerischen Wertgegenstände detaillierter in einer Einzelauflistung genannt. Es kommt zu Nennungen wie „Maschine 1“ und „Maschine 2“. Solche Posten werden in der Bilanz zusammengefasst und beispielsweise als „Technische Anlagen und Maschinen“ notiert. Statt auf eine Kontenform wird beim Erstellen des Inventars auf Listen und Tabellen zurückgegriffen. Die Bilanz kann dementsprechend als Kurzform des Inventars betrachtet werden, weil sie überschaubar ist.

Wie ist ein Inventar aufgebaut?

Ein Inventar wird in verschiedene Bereiche unterteilt:

Anlagevermögen

Dazu zählen alle auf lange Sicht eingesetzten statischen wirtschaftlichen Güter, die nicht zum Verkauf bestimmt sind. Das sind Gegenstände, die dem Leistungsprozess eines Betriebes dienen. Speziell beim Anlagevermögen geht es um Vermögensgegenstände, die dem Unternehmen immer zur Verfügung stehen und entsprechend verwendet werden können, wie beispielsweise Maschinen, Grundstücke und Gebäude. Ins Anlagevermögen gehören Sach- und Finanzanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände.

Umlaufvermögen

Damit ist der in Geld ausgedrückte Wert aller materiellen und immateriellen Güter des Unternehmens gemeint, auf den es jederzeit zugreifen kann. Das Umlaufvermögen bildet den Gegensatz zum Anlagevermögen. Beispiele hierfür sind Vorräte und kurzfristige Vermögenswerte.

Schulden

Bei den Schulden lässt sich zwischen kurzfristigen und langfristigen Schulden unterscheiden. Zu ihnen zählen beispielsweise unbezahlte Rechnungen sowie Fremdkapital, welches in das Unternehmen investiert worden ist.

Eigenkapital / Reinvermögen

Das Reinvermögen ist die Differenz zwischen dem Vermögen (Anlage- und Umlaufvermögen) und den Schulden eines Unternehmens.

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