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Razzia bei Continental: VW Abgasskandal lange nicht vorbei

| Abgasskandal

+++ Update +++ Am 22. September 2020 durchsuchten Ermittler erneut die Geschäftsräume in Hannover und Regensburg des Automobilzulieferers Continental bei einer Razzia. Die Durchsuchungen standen im Zusammenhang mit den bereits laufenden Ermittlungen wegen der von Volkswagen verwendeten Abschalteinrichtung. Continental soll VW bei der Entwicklung unzulässiger Abschalteinrichtungen für Dieselfahrzeuge geholfen haben.

Im VW Abgasskandal steht nun der VW-Zulieferer Continental unter Verdacht, an den Abgasmanipulationen beteiligt gewesen zu sein. An mehreren Standorten wurden Razzien bei Continental durchgeführt, gegen neun Mitarbeiter wird aktuell ermittelt. Was das für Sie als VW-Kunde heißt, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Razzia bei Continental und VW: Der Abgasskandal geht in die nächste Runde

Was war der Anlass für die Razzia bei Continental?

Anlass der Razzia war die Vermutung, dass Mitarbeiter der früheren Siemens-Autotechnik-Sparte VDO, welchen Continental 2007 übernahm, unter Umständen den Auftrag für die Motorsteuerung der 1,6 Liter-Ausgabe des späteren Skandal-Dieselmotors EA 189 angenommen hatten. Ihnen wurde unterstellt, dass sie das in dem Wissen getan hatten, dass VW damit betrügerische Absichten verfolgt hatte. Zudem werden Hinweise überprüft, dass die Dokumentation der Software entsprechend beeinflusst worden sein soll.

Enger Zusammenhang zwischen Ermittlungen und Razzia bei Continental

Die Staatsanwaltschaft und Polizei durchsuchten im Rahmen der Razzia bei Continental Anfang Juli sowohl die Geschäftsräume des Autozulieferers in Hannover, Frankfurt und Regensburg als auch die Büros von Volkswagen. Es sollte ermittelt werden, ob und inwiefern Continental am VW Abgasskandal eine Mitverantwortung trägt. Entsprechende Durchsuchungen stünden laut eigenen Aussagen in einem engen Zusammenhang mit den bisherigen Ermittlungen.

Unter den neun, aufgrund der Beihilfe zum Betrug, verdächtigten Continental-Mitarbeitern befinden sich sieben Ingenieure und zwei Projektleiter. Gegen sie wird wegen mittelbarer Falschbeurkundung nun ermittelt. „Es handelt sich um einen Ableger des Verfahrens, das die Staatsanwaltschaft Braunschweig schon gegen Beschäftigte von Volkswagen führt“, hat es geheißen.

 

Sind auch Sie vom Abgasskandal betroffen? Dann finden Sie weitere Informationen zu betroffenen Modellen und Entschädigungsansprüchen auf unserer Themenseite VW Abgasskandal.

Wie äußert sich Continental zu den Vorwürfen?

Der DAX-Konzern Continental bestärkte seine Position aus früheren Prüfungen und bestritt erneut, dass sie an keinen ihrer Kunden Software zum Zweck der Manipulation von Abgastestwerten für einen möglichen Abgasskandal geliefert hätten. Laut dem Zulieferer hätten sich vielmehr die „im jeweiligen Zeitraum gültigen Abgasgrenzwerte grundsätzlich einhalten lassen“. So äußerte sich ein Sprecher nach der Razzia, dass Continental in Gänze mit den Behörden kooperiere.

Auch der Automobilhersteller Volkswagen bestätigte die Durchsuchungen, die als erstes das Magazin „Wirtschaftswoche“ aufgegriffen hatte. Ein VW-Sprecher wies darauf hin, dass der Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft umgesetzt worden sei. Die von den Ermittlern geforderten Unterlagen seien ihm zufolge überreicht worden. Volkswagen sieht sich in dem Fall als „unbeteiligter Dritter“.

Verfahren im VW Abgasskandal nach horrender Zahlung eingestellt

Nachdem Volkswagen im September 2015 mit Abgasmanipulationen aufgeflogen war, wurde nun im Mai dieses Jahres das Strafverfahren wegen möglicher Marktmanipulation eingestellt. Es richtete sich gegen den VW-Konzernchef Herbert Diess und den Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch und endete mit einer Zahlung in Höhe von 4,5 Millionen Euro pro Person. Ab September wird sich jedoch der ehemalige Audi-Vorstandschef Rupert Stadler mit drei Mitangeklagten wegen Betrugs vor Gericht verantworten müssen.

Das BGH Urteil zur VW Entschädigung ist kein Schlusspunkt!

Der Bundesgerichtshof fällte im Mai das abschließende Urteil, dass der Automobilhersteller Schadensersatz für manipulierte Dieselautos leisten müsse. VW entgegnete daraufhin mit Einmalzahlungen und sah in dem Urteil einen „Schlusspunkt“ für den Skandal.

Als Schlusspunkt kann das Urteil nun jedoch nicht mehr verstanden werden. Denn seit kurzem steht der VW-Zulieferer Continental unter Verdacht, in den VW Abgasskandal verwickelt gewesen zu sein. Damit soll Continental nicht zum ersten Mal als Autozulieferer an einer Diesel-Affäre beteiligt sein. Eine Razzia bei Continental sollte Aufschluss über die Beteiligung geben.

 

Was können Sie tun, wenn Sie vom Abgasskandal betroffen sind?

Wenn auch Sie mit Ihrem Auto in den Abgasskandal verwickelt sind und für Ihr manipuliertes Fahrzeug Geld zurückerstattet bekommen möchten, sollten Sie einen spezialisierten Anwalt, wie die Kanzlei Decker & Böse, aufsuchen. Wir haben uns auf die Ansprüche von Autobesitzern mit illegalen Abschalteinrichtungen im Zuge der Diesel Abgasskandale spezialisiert.

Die Kanzlei hat bereits über 10.000 Mandanten erfolgreich geholfen, Ihre Ansprüche geltend zu machen. Das erst im Mai gefällte Urteil im Abgasskandal VW sollte Sie, als betroffene VW Fahrer, zudem ermutigen, den nächsten Schritt zu gehen. Denn die Chancen auf Schadensersatz für Ihr manipuliertes Auto stehen besonders gut.

Kontakt zu uns

Gerne prüfen wir Ihre rechtlichen Möglichkeiten in einem kostenlosen Erstgespräch und begleiten Sie auf Ihrem Rechtsweg.

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