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Ist die Kündigung während einer Krankheit wirksam?

| Arbeitsrecht

Das Arbeitsrecht in Deutschland ist häufig von Mythen umgeben, insbesondere wenn es um den Kündigungsschutz für Arbeitnehmer geht. Einer der häufigsten Mythen ist dabei, dass eine Kündigung während einer Krankheit von vorneherein ausgeschlossen ist. Dementsprechend versuchen viele Arbeitnehmer einer Kündigung zu entgehen, indem sie sich immer wieder krankschreiben lassen.

Dies stimmt jedoch nicht! Denn auch während der Krankheit kann einem Arbeitnehmer die Kündigung zugehen.

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Darf der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter eine Kündigung während einer Krankheit aussprechen? Unter bestimmten Bedingungen, ja.

Wann darf der Arbeitgeber die Kündigung während einer Krankheit aussprechen?

Auf einem anderen Blatt steht jedoch, wie Fälle zu bewerten sind, in denen dem Arbeitgeber während der Krankheitsphase gekündigt wird. Dies geht dabei nur, wenn sich der Arbeitgeber an die Normen des Arbeitsrechts bzw. des Kündigungsschutzgesetzes hält. Eine krankheitsbedingte Kündigung, wie die Kündigung während der Krankheit auch genannt wird, ist dabei in drei Formen zu unterteilen:

  • Kündigung bei Langzeiterkrankung,
  • Kündigung aufgrund häufiger Kurzerkrankungen,
  • Kündigung aufgrund einer krankheitsbedingten Herabsetzung der Leistungsfähigkeit.

In allen drei Fällen muss die Kündigung während einer Krankheit der sozialen Rechtfertigung des Kündigungsschutzgesetzes standhalten.

Grundsätzlich gelten 30 Krankheitstage im Jahr als zumutbar. Ist der Arbeitnehmer mehr als 30 Tage im Jahr krank, muss dies vom Arbeitgeber nicht ohne Weiteres hingenommen werden.

Daher ist in drei Schritten zu prüfen, ob die Beendigung des Arbeitsverhältnisses während der Krankheit hinreichend begründet wurde. Es muss demnach eine negative Prognose hinsichtlich des Gesundheitszustandes geben und folglich zu einer Beeinträchtigung betrieblicher Interessen kommen. Bei den ersten beiden Punkten muss vor der Kündigung während einer Krankheit des Arbeitnehmers eine Interessenabwägung vorgenommen werden.

 

Kündigung entgehen - Aufhebungsvertrag anstreben!

Um einer Kündigung während einer Krankheit doch noch entgehen zu können, kann es als Arbeitnehmer Sinn machen, einen Aufhebungsvertrag anzuvisieren. Denn dieser sieht für mögliche künftige Arbeitgeber immer besser aus als eine Kündigung.

Sieht man sich dementsprechend sowieso nicht mehr länger im jeweiligen Betrieb, ist ein Aufhebungsvertrag absolut sinnvoll. Denn mit diesem geht oft auch noch eine Abfindung einher, da viele Arbeitgeber Angst vor langen Kündigungsprozessen haben.

Haben auch Sie die Kündigung während einer Krankheit durch Ihren Arbeitgeber erhalten? Dann sollten Sie schnell handeln!

DB-Anwälte ist bundesweit eine der führenden Sozietäten im Verbraucherrecht. Wir unterstützen dabei unsere Mandanten in vielen Fragen des Arbeitsrechtes, insbesondere der Abfindung und des Aufhebungsvertrages. Bauen Sie auf unsere fachliche Expertise und jahrelange Erfahrung!

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