Zum Hauptinhalt springen

Autounfall auf dem Weg zur Arbeit: Wer haftet?

| Arbeitsrecht

Arbeitsunfälle sind häufig mit viel Ärger verbunden, da schnell die Frage aufkommt, wer tatsächlich haftet. Besonders problematisch sind Fälle, in denen der Arbeitnehmer einen Autounfall auf dem Weg zur Arbeit hat. Dann stellt sich die Frage: Handelt es sich auf dem Weg zur Arbeit um einen beruflichen oder privaten Autounfall?

Laut dem Spitzenverband der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) handelt es sich der Definition nach um einen sogenannten Wegeunfall, wenn der Versicherte einen (Auto-)Unfall auf dem Arbeitsweg erleidet. Im Jahr 2018 gab es laut DGUV knapp 190.000 meldepflichtige Wegeunfälle. Hier erfahren Sie, wann der Unfall als Wegeunfall gilt und wer dafür haften muss?

Rechtsanwälte für Arbeitsrecht: Unsere Erfahrung für Ihr Recht

Ein Autounfall auf dem Weg zur Arbeit ist nicht selten. Doch wer haftet im Fall der Fälle?

Was zählt als Arbeitsweg, wenn ich einen Autounfall auf dem Weg zur Arbeit habe?

Als Arbeitsweg zählen nur die direkten Wege der Hin- und Rückfahrt zum beziehungsweise vom Arbeitsplatz. Der Weg beginnt dabei mit der Haustür, sodass Unfälle im Hausflur noch nicht als Wegeunfälle gewertet werden.

Muss man jedoch auf der Fahrt zur Arbeit sein Kind noch in die Kindertagesstätte bringen, so fällt dies unter den Arbeitsweg. Private Einkäufe oder andere Dinge, die den Weg erweitern, fallen hingegen nicht mehr unter die direkte Fahrt! Dementsprechend greift hier auch die Versicherung nicht mehr. Ähnlich sieht es bei einer Fahrt unter Drogen- oder Alkoholeinfluss aus. Verursacht der Arbeitnehmer dann einen Autounfall auf dem Weg zur Arbeit, hat er das Risiko eines Unfalls fahrlässig in Kauf genommen.

Wo muss ich mich melden, wenn ich einen Autounfall auf dem Weg zur Arbeit habe?

Wichtig ist es, dass der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber den Autounfall schnellstens anzeigt. Gleichzeitig sollten Sie der Berufsgenossenschaft den Autounfall melden. In der Regel ist jedoch der Arbeitgeber zur Anzeige bei der Berufsgenossenschaft verpflichtet.

Für die Berufsgenossenschaften sind bei einem Autounfall auf dem Weg zur Arbeit folgenden Daten von Relevanz:

Name und Anschrift des Versicherten
Mitgliedsnummer des Unternehmens
Krankenkasse des Versicherten
Unfallzeitpunkt (konkret mit Datum und Uhrzeit)
Unfallort
Art der Verletzung
Verletztes Körperteil
Name und Adresse der Zeugen des Wegeunfalls
Name und Anschrift des Arztes, der den Verletzten als erstes behandelt hat (Durchgangsarzt)
Datum und Unterschrift des Unternehmers, Betriebs-/
Personalrates
 

Arbeitgeber sind gemäß Sozialgesetzbuch VII zur Abgabe von Beiträgen an die gesetzliche Unfallversicherung verpflichtet. Dies führt dazu, dass man später von der Berufsgenossenschaft den Schaden von einem Autounfall auf dem Weg zur Arbeit ersetzt bekommt. Erleidet man als Arbeitnehmer einen Wegeunfall, kann man neben den Heilbehandlungskosten auch soziale und berufsfördernde Leistungen verlangen. Zudem besteht bei Arbeitsunfähigkeit ein Anspruch auf Lohnfortzahlung für bis zu sechs Wochen.

Ansprüche für Wegeunfall durchsetzen

Decker & Böse ist eine der führenden Kanzleien im Verbraucherrecht. Wir beraten dabei ausschließlich die Arbeitnehmerseite. Vertrauen Sie auf unsere jahrelange und fachliche Kompetenz im Arbeitsrecht.

 

Kontakt zu uns

Gerne prüfen wir Ihre rechtlichen Möglichkeiten in einem kostenlosen Erstgespräch und begleiten Sie auf Ihrem Rechtsweg.

oder
0221 - 29270 - 4

Das könnte Sie auch interessieren

Autounfall auf dem Weg zur Arbeit: Wer haftet?

| Arbeitsrecht

Arbeitsunfälle sind häufig mit viel Ärger verbunden, da schnell die Frage aufkommt, wer tatsächlich haftet. Besonders problematisch sind Fälle, in…

Ist die Kündigung während einer Krankheit wirksam?

| Arbeitsrecht

Das Arbeitsrecht in Deutschland ist häufig von Mythen umgeben, insbesondere wenn es um den Kündigungsschutz für Arbeitnehmer geht. Einer der…

Wie lang ist die Kündigungsfrist in der Probezeit?

| Arbeitsrecht

Rund um das Arbeitsrecht und die Kündigung bewegen sich vielerorts häufig diskutierte Themen. Ein besonders oft besprochenes Thema ist dabei die…

Aufhebungsvertrag verhandeln: Vor- und Nachteile für Arbeitnehmer

| Arbeitsrecht

Mit einem Aufhebungsvertrag wird das Arbeitsverhältnis mit Einverständnis von Arbeitgeber und -nehmer beendet. Insbesondere für den Arbeitnehmer kann…

Unsere Anwälte

Portrait von Markus Decker - Geschäftsführer Partner, Rechtsanwalt

Markus Decker

Geschäftsführer Partner Rechtsanwalt
Portrait von Ulf Böse - Geschäftsführer Partner, Rechtsanwalt

Ulf Böse

Geschäftsführer Partner Rechtsanwalt
Portrait von Rieke de Haan-Bitzer - Rechtsanwältin

Rieke de Haan-Bitzer

Rechtsanwältin
Portrait von Ramona Entis - Rechtsanwältin

Ramona Entis

Rechtsanwältin
Portrait von Raja Yilmaz - Rechtsanwältin

Raja Yilmaz

Rechtsanwältin
Portrait von Katja Feßler - Rechtsanwältin

Katja Feßler

Rechtsanwältin
Portrait von Igor Baraz - Rechtsanwalt

Igor Baraz

Rechtsanwalt
Portrait von Branimir Kristof - Rechtsanwalt

Branimir Kristof

Rechtsanwalt
Portrait von Dennis-Schons - Rechtsanwalt, Teamleiter

Dennis Schons

Rechtsanwalt, Teamleiter
Portrait von Burcu Katar  Rechtsanwältin

Burcu Katar

Rechtsanwältin
Portrait von Anne-Sophie Schemionek - Rechtsanwältin

Anne-Sophie Schemionek

Rechtsanwältin
Portrait von Christina Thiele - Rechtsanwältin

Christina Thiele

Rechtsanwältin
Portrait von Ralf Möbius LL.M. - Rechtsanwalt in Kooperation

Ralf Möbius LL.M.

Rechtsanwalt in Kooperation
Portrait von Lukas Kohl - Rechtsanwalt

Lukas Kohl

Rechtsanwalt
Portrait von Monika Nielen - Rechtsanwältin

Monika Nielen

Rechtsanwältin
Portrait von Cornelius Claudius Diekmeyer - Rechtsanwalt

Cornelius Claudius Diekmeyer

Rechtsanwalt
Portrait von Helen Tale Sadeh Schirasi - Rechtsanwältin

Helen Tale Sadeh Schirasi

Rechtsanwältin
Portrait von Isabella Gerein - Rechtsanwältin

Isabella Gerein

Rechtsanwältin
Kostenlose Erstberatung